Zurück in die Zukunft


Die Zukunft voraussagen ist ein alter Menschheitstraum. Bei dem Film „Zurück in die Zukunft“ wird Biff Tannen sogar zum Milliardär, da er mit einem Sportalmanach aus der Zukunft einmal eben bei allen Sportwetten ziemlich abräumt. Wie wäre es, wenn ich Ihnen glaubhaft vermittle, dass wir tatsächlich in die Zukunft schauen können?

Nein an der Börse funktioniert dies leider nicht sicher, da die Regeln, die hier emotionale Menschen und programmierte Computer aufstellen, nicht wirklich bekannt sind. Analysten haben allerdings auch hier Methoden, die aus alten Daten zukünftiges „Verhalten“ ableiten, entwickelt. Mit der Chartanalyse werden erstaunliche Ergebnisse erzielt. Diese treffen allerdings nicht immer ins Schwarze, sondern nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, die aber schon recht hoch ist, so dass sich Heerscharen von Analysten mit der Charttechnik beschäftigen.

Und genau darum geht es bei diesem Blogbeitrag: um Wahrscheinlichkeit und Statistik. Das Thema Statistik ist für viele ein unbekanntes Wesen, leider zu unrecht. Bei Systemen, die entweder sehr einfach oder sehr träge in ihrem Verhalten sind, lassen sich nämlich mit Statistik sehr präzise Voraussagen machen. Und wenn dann noch die Einflussfaktoren im Zusammenhang berechnet werden können, können auch komplexe Zusammenhänge per Simulation vorausberechnet werden. Sie glauben gar nicht, wie präzise Ihr Supermarkt mittlerweile weiß, welche Ware wo aufgestellt und wie beworben sein muss, um X % Verkaufsquote zu erzielen. Würde der Supermarkt nur Sie beobachten, würde die Voraussage sehr sicher falsch sein, beobachtet er 10 Kunden ist das Ergebnis nicht viel besser, bei 100 Kunden ist schon eine Tendenz zu erkennen und ab 1000 Kunden kann der Supermarkt die Zukunft voraussagen.

Dasselbe gilt für die Mobilität. Und so werden in Zukunft Navigationssysteme Echtzeitdaten und statistische Daten aus der Vergangenheit kombinieren und Ihnen per Simulation sehr präzise voraussagen, dass Sie jetzt bitte losfahren sollten, um Ihren Flieger sicher zu erreichen.

Statistische Daten und Simulation sind ein unschlagbares Duo, wenn Sie wie Biff Tannen zu den Milliardären der Zukunft gehören wollen. Bei Bürogebäuden lassen sich durch Auswertung der Klimadaten der Vergangenheit in der Kombination mit Echtzeitdaten des Klimas der Energiebedarf und die Behaglichkeit exakt voraussagen. Die Regelung eines Bürogebäudes wird mit den Ergebnissen der Simulation gefüttert, so dass anschließend Fehler vermieden werden. Das spart viel Geld und Ärger. Aber es ist noch mehr möglich.

Die Reinigung des Bürogebäudes könnte mit Hilfe statistischer und realer Nutzerfrequenz erfolgen, was ebenso erheblich Geld spart. Aktuell wird einfach nach einem Rhythmus gereinigt unabhängig davon, ob etwas dreckig ist. Der Standort eines neuen Bürogebäudes könnte anhand der Mobilitätsdaten von Mitarbeitern bestimmt werden. Welcher Standort hat über die möglichen Kombinationen von PKW, öffentlichem Nahverkehr oder Fahrrad die beste Erreichbarkeit mit der geringsten Pendelzeit und vielleicht mit der geringsten ökologischen Auswirkung. Und sogar die Wege im Bürogebäude können optimiert werden, wenn bekannt wäre, wie sich die Nutzer bewegen. Dass die Bibliothek mit Rückzugsraum im 3. OG gar nicht angenommen wird, kann so festgestellt werden. Dieses Know-how mündet in der Entwicklung optimaler Grundrisse usw. usw.

Per Simulation können Szenarien für jedes dieser Beispiele gefahren werden. So können Randbedingungen verändert werden, um zu beobachten, wie sich das Gesamtsystem in Zukunft verhält. Bei komplexen Zusammenhängen – und die finden wir beinahe überall – lässt sich die Wirkung diverser Ursachen so überprüfen. So und nur so findet man das Optimum für effiziente Systeme. Crash-Versuche werden heute bei PKW´s auch zunächst im Rechner per Simulation durchgeführt, da Fehler im Rechner deutlich preisgünstiger sind.

Zurück in die Zukunft war eine phantastische Filmreihe und wie so oft wird Science Fiction irgendwann Realität. Beschäftigen Sie sich mit Statistik und Simulation, es lohnt sich.

Bernhard Frohn

"Mich begeistern nachhaltige Lösungen, die langfristig alle zu Gewinnern machen. Einseitiges Wirtschaften zum kurzfristigen Nutzen weniger wird uns auf die Füße fallen. Das ist kein politisches Statement von mir, sondern ich behaupte, dass nur mit konsequenter Nachhaltigkeit langfristig unsere sozialen und wirtschaftlichen Systeme stabil bleiben werden. Die zunehmende Instabilität unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme sind gerade gut zu beobachten. Kann mir jemand erklären, wie in einem der reichsten Länder der Welt, nämlich in Deutschland, die Kinderarmut steigen kann? Hier ist HANDELN angesagt, wie gesagt, zum Wohle Aller und mit dem Blick in die Zukunft!"

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