Die Alleswirdguttechnik


Der neue Bericht an den Club of Rome geht davon aus, dass wir aktuell einen ökologischen Fußabdruck von 1,4 Erden haben. Auf der nach oben offenen Aufgeregtheitsskala, die von kleinen südlichen Ländern derzeit angeführt wird, rangiert diese Meldung auf Position 532 und belegt damit den vorletzten Platz. Ich kann natürlich auch nicht vorhersagen, was ein Grexit wirtschaftlich bedeuten würde. Was ich aber verstehe ist, dass ich nicht 4 ha Land bebauen kann, wenn ich nur 3 ha Land besitze. Sollte ich aber zur Aufrechterhaltung meiner Bedürfnisse auf Dauer 4 ha Land benötigen, so stellt sich die Frage, was tun? Ich könnte natürlich mit meinem Nachbarn verhandeln. Das Dumme ist nur, dass der auch 4 ha benötigt. Wie löse ich das Problem?

Am einfachsten wäre, ich mache mir diesbezüglich keine Sorgen. Die Wissenschaftler können sich ja auch verrechnet haben und irgendwer wird doch noch eine Technik erfinden, so dass wieder alles gut wird. Und diese Alleswirdguttechnik, die kaufe ich dann und damit ich ganz sicher bin, lege ich mir noch drei Alleswirdguttechniksysteme auf Lager. Allein mir fehlt der Glaube.

Was ist eigentlich der ökologische Fußabdruck und wieso sollen wir angeblich 1,4 Erden, die wir bekanntlich gar nicht haben, benötigen? Also: der ökologische Fußabdruck ist ein Verfahren, bei dem alle Produktionsprozesse für Gebäude, Kleidung, Nahrung mit ihrem Ressourcenbedarf und dem dazugehörigen Flächenbedarf berechnet werden. Bei Energie zum Beispiel wird die Fläche an Wald berechnet, die notwendig wäre, um das Kohlendioxid zu binden, das bei der Energieumwandlung freigesetzt wird. Und genau hier liegt die Ursache dafür verborgen, warum wir aktuell 1,4 Erden verbrauchen können, obwohl wir nur eine haben. Wir erzeugen nämlich deutlich mehr Kohlendioxid und akzeptieren, dass sich dieses in der Atmosphäre anlagert. Damit akzeptieren wir, dass es einen Klimawandel geben wird, der an Geschwindigkeit dem natürlichen Klimawandel die Rücklichter zeigen wird.

Wir hatten vor zwei Wochen Chinesen zu Besuch, die unser Bürogebäudesystem BOB besichtigt haben, und hier wurde das Thema noch einmal auf andere Art und Weise, die wir in Europa gar nicht begreifen können, beschrieben. Durch die unglaubliche Menschendichte und die dynamische Entwicklung der Großstädte ist das Smogproblem untragbar. Energiesparen bekommt hier einen mindestens ebenbürtigen Problempartner. Deutsche Mitarbeiter in China bitten ihre Arbeitgeber mittlerweile schon um Rückversetzung nach Deutschland, da sie um die Gesundheit ihrer Familie bangen.

Wenn ich also irgendwie könnte, und vielleicht wollen Sie mir helfen, würde ich dieses Thema gerne auf der nach oben offenen Aufgeregtheitsskala etwas nach oben verschieben, da es uns mächtig um die Ohren fliegen könnte. So jetzt sind Sie dran. Erzählen Sie es weiter. Und wenn Sie mögen und wirklich stark sind, dann lesen Sie das Buch „2052 Der neue Bericht an den Club of Rome“. Da wir für das Bürogebäude der Zukunft den ökologischen Fußabdruck berechnen und optimieren wollen, suchen wir übrigens auch Kooperationspartner zu diesem Thema. Alle Probleme sind lösbar, wenn man sie nur früh genug anpackt. Kopf in den Smog stecken, gilt nicht. Wir packen das gemeinsam an und entwickeln Lösungen!

Bernhard Frohn

"Mich begeistern nachhaltige Lösungen, die langfristig alle zu Gewinnern machen. Einseitiges Wirtschaften zum kurzfristigen Nutzen weniger wird uns auf die Füße fallen. Das ist kein politisches Statement von mir, sondern ich behaupte, dass nur mit konsequenter Nachhaltigkeit langfristig unsere sozialen und wirtschaftlichen Systeme stabil bleiben werden. Die zunehmende Instabilität unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme sind gerade gut zu beobachten. Kann mir jemand erklären, wie in einem der reichsten Länder der Welt, nämlich in Deutschland, die Kinderarmut steigen kann? Hier ist HANDELN angesagt, wie gesagt, zum Wohle Aller und mit dem Blick in die Zukunft!"

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