Der Bauch weiß, was der Bauch will!


Gastbeitrag von Dr. Judith Kettler Praxis für Kopf und Bauch

Braten Sie als Büromensch die übriggebliebenen Nudeln von heute Mittag abends an oder verarbeiten Sie die Pellkartoffeln am nächsten Tag zu Kartoffelsalat, anstatt dass die Lebensmittel in der Mülltonne landen. In der Gastronomie werden in vielen Ländern die Speisereste sehr oft an die Schweine verfüttert.

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit bei Ihrer individuellen Versorgung mit Lebensmitteln aus? Wir Verbraucher und Konsumenten werden umgar(n)t, informiert über Lebensmittel, so dass sogar manchem Fachmann schwindelig wird. Dreimal oder fünfmal am Tag essen? – Abends keine Kohlenhydrate? – Weniger Fleisch?, – Mehr Fisch?, – Vegetarisch oder vegan ist eh am Besten – und so weiter …

Geht es nicht darum, dass ein nachhaltiger Ernährungsstil dazu beiträgt, dass der Mensch gesund und vital ist und bleibt. Und wo den finden wenn nicht kopieren? Es ist naheliegender als Sie vielleicht vermuten. Unser Körper weiß genau, was er braucht. Der Ernährungsexperte Uwe Knop spricht von der „kulinarischen Körperintelligenz“. Die meisten von uns haben es nur verlernt auf ihren Bauch zu hören und folgen lieber den Empfehlungen von Experten oder dem Geplapper im eigenen Kopf. „Nee, nicht noch mehr Schokolade!“, „Die Sahnetorte darf ich nicht essen die ist ja ungesund“, „Habe ich heute schon Salat gegessen?“

Ich sage: „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel!“ Es kommt auf die Menge an, die gegessen wird.  Na super und jetzt? Erstmal tief durch atmen, dann bekommen Sie den schnellsten Zugang zu ihrem Bauchgefühl. Meine Empfehlungen sind:

  • Essen Sie, wenn Sie Hunger haben und das, worauf Sie Lust haben.
  • Essen Sie bewusst mit Freude und Genuss.
  • Schauen Sie mal wieder Ihre/n Partner/in beim Essen an und nicht in den Fernseher oder in die Zeitung.

Ist das einfach?

  • Gönnen Sie sich einige Wochen, um ihr Bauchgefühl wieder kennenzulernen.
  • Für Frauen ist eine Schwangerschaft zu empfehlen, da das intuitive Essen fast automatisch erfolgt.
  • Legen Sie die Dinge in den Einkaufskorb die Sie anlachen, wo Ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft. Und wenn Sie alles essen dürfen, dann verlieren auch Chips, Schokolade und Co alsbald ihre Wirkung.
  • Einfach ausprobieren.
  • Seien Sie ehrlich zu sich selbst.

Was es auch zu lernen gilt, ist die Unterscheidung – esse ich, weil ich Hunger habe oder geht es um einen Ersatz für Nähe, gegen den Stress, zur Belohnung oder aus Langeweile. Also trainieren Sie den Zugang zu ihrem Bauchgefühl und übernehmen Sie die Verantwortung dafür was in ihren Mund kommt. Dann haben Sie alle Fäden in der Hand und bleiben auch in Zukunft nachhaltig gesund und vital.

Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei.

Bernhard Frohn

"Mich begeistern nachhaltige Lösungen, die langfristig alle zu Gewinnern machen. Einseitiges Wirtschaften zum kurzfristigen Nutzen weniger wird uns auf die Füße fallen. Das ist kein politisches Statement von mir, sondern ich behaupte, dass nur mit konsequenter Nachhaltigkeit langfristig unsere sozialen und wirtschaftlichen Systeme stabil bleiben werden. Die zunehmende Instabilität unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme sind gerade gut zu beobachten. Kann mir jemand erklären, wie in einem der reichsten Länder der Welt, nämlich in Deutschland, die Kinderarmut steigen kann? Hier ist HANDELN angesagt, wie gesagt, zum Wohle Aller und mit dem Blick in die Zukunft!"

One thought on “Der Bauch weiß, was der Bauch will!

  1. … spannende kombination, hätte unter dem büro nicht in erster linie ernährung erwartet… warum eigentlich nicht? weil ich selber eingefahren bin in meinen gleisen! danke für den impuls! und mal sehen, was ich noch so aus den restlichen pellkartoffeln hinbekomme 😉

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