Einzelzelle, Doppelzelle oder doch lieber nicht ins Gefängnis?


Es gibt Begriffe, bei denen man sich doch mehr Denglisch wünscht. Open space, shared office space hören sich eben doch besser als Zellenbüro an. Wer seine Mitarbeiter lieber in eine Zelle steckt, der darf sich nicht wundern, dass die Ergebnisse seiner Arbeit kriminell schlecht sind.

Es geht aber zum Glück auch anders. Die erste wichtige Nachricht ist, dass das Bürogebäude der Zukunft auf Flexibilität setzt. Es kombiniert unterschiedliche Bürotypen und lässt die Grenzen fließen. Kombibüro heißt das Zauberwort. Durch entsprechende Grundrissgestaltung mit optimiertem Achsmaß und Gebäudetiefe, wird die Kombination aus Einzelbüro (ich kann es einfach nicht Zelle nennen), Doppelbüro, Großraumbüro, öffentlichen Treffpunkten und Rückzugsmöglichkeiten beliebig skalierbar. Der Gestaltung der Innenwände kommt dabei eine große Bedeutung zu.

Glaswände ob transparent oder teiltransparent sorgen für einen lichtdurchfluteten Raum, der Blickbeziehungen ermöglicht. Ein Mitarbeiter, der in einem solchen Büro sitzt, ist nicht von seiner Umwelt abgeschnitten. Er genießt die Ruhe der Abgeschlossenheit, kann störungsfrei telefonieren und hält aber dennoch Blickkontakt zu seinen Kollegen. Dies ist eine perfekte Mischung aus Großraumbüro, Einzel- bzw. Doppelbüro. Und wer für seine Kunden, den Chef oder einzelne Mitarbeiter doch abgeschlossene Bereiche benötigt, der kombiniert eben transparente und opake Bereiche.

Für die Zukunft optimiert sind Bürogebäude, wenn eine Umnutzung jederzeit einfach möglich ist. Wände sollten keine Technik enthalten, so dass sie jederzeit versetzt werden können. Eine Gebäudesystemtechnik sorgt ferner für die programmierbare Ansteuerung von Schaltern, Lampen etc., so dass eine Umnutzung eine Programmieraufgabe ist und kein teurer Umbau der Elektrotechnik notwendig ist. Und wer sich jetzt noch die etwas teureren Systemwänden leistet, der wird erleben, dass das Legospielen in der Kindheit doch einen Sinn hatte. Wie bei Lego lassen sich Systemwände herausnehmen und vom 1. OG ins 3. OG versetzen oder von dem einen Bürogebäude in das andere. So können flexibel kleiner Großräume unterteilt oder wieder geöffnet werden.

Ja ich höre schon die Rufe, wenn zum ersten mal der Preis für eine Systemwand mit einer Gipskartonwand verglichen wird. Daher erinnern Sie sich bitte daran (das schreibe ich hier noch häufiger), dass Systeme im Lebenszyklus preiswert sein müssen. Eine geringe Anfangsinvestition ist kein Indiz für ein preiswertes System. Wenn Sie einmal eine Gipskartonwand ausgebaut haben, den Teppich nachgeflickt haben und eine neue Gipskartonwand an anderer Stelle einziehen, dann sollten Sie bitte die Kosten dafür und für die Dauer, in der die Büros nicht nutzbar sind mit dem Versetzen einer Systemwand (klick – klick und dann nochmals klick) vergleichen. Dann haben Sie einen echten wirtschaftlichen Vergleich über Lebenszykluskosten und keine Milchmädchenrechnung.

Das Balanced Office Building als Bürogebäudeprodukt geht diesen Weg sehr konsequent. Achsmaß, Gebäudetiefe, Maße der Systembauwände sind standardisiert, so dass sogar von BOB zu BOB die Systemwände getauscht werden können.

Treffpunkte sind das A und O im Bürobereich. Wer lebt heute nicht vom Wissensaustausch? Es gibt den schönen und wahren Satz, dass Wissen das einzige Gut ist, das sich vermehrt, wenn man es teilt. Das ist wahr. Aber wo teilt man Wissen? Im Seminar, bei einer Power-Point Orgie oder wenn der Chef es befiehlt? Nein am besten zwanglos. In der Küche, auf der Dachterasse, im gemütlichen Sessel sitzend, ist man entspannt. Hier ist man bereit, sich zwanglos über privates (auch das ist teambildend) und dann eben das berufliche auszutauschen. Nur eine vertrauensvolle Atmosphäre lässt es zu, dass Wissen getauscht wird.

In der Zelle geht das nicht!

Bernhard Frohn

"Mich begeistern nachhaltige Lösungen, die langfristig alle zu Gewinnern machen. Einseitiges Wirtschaften zum kurzfristigen Nutzen weniger wird uns auf die Füße fallen. Das ist kein politisches Statement von mir, sondern ich behaupte, dass nur mit konsequenter Nachhaltigkeit langfristig unsere sozialen und wirtschaftlichen Systeme stabil bleiben werden. Die zunehmende Instabilität unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme sind gerade gut zu beobachten. Kann mir jemand erklären, wie in einem der reichsten Länder der Welt, nämlich in Deutschland, die Kinderarmut steigen kann? Hier ist HANDELN angesagt, wie gesagt, zum Wohle Aller und mit dem Blick in die Zukunft!"

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