Was sind Lebenszykluskosten?


Unter Lebenszykluskosten versteht man alle Kosten, die in einem Zeitraum für den Betrieb zum Beispiel eines Bürogebäudes anfallen. Dies sind zum Beispiel:

  • Investition
  • Reinigung
  • Wartung
  • Instandsetzung
  • Energie
  • Wasser
  • Versicherung
  • Verwaltung
  • etc.

Da die Folgekosten eines Bürogebäudes deutlich größer als die Investitionskosten sind, hat das Bürogebäude mit Zukunft optimierte Lebenszykluskosten und nicht minimale Investitionskosten. In der Baubranche scheint es nur eine Qualität zu geben, deren Steigerung billig, billiger, am billigsten lautet. Das alles sieht zu Beginn gut aus. Erst Jahre später wird erkennbar, dass der Energiebedarf zu hoch ist, dass die Fassade falsch gedämmt ist, dass Leitungen nicht dicht sind, dass Materialien nicht langlebig sind usw.

Wie kann es sein, dass Bürogebäude aus den 70er und 80er Jahren heute bereits abgerissen werden? Das hört sich nicht sehr nachhaltig an. Ganz einfach, die Sanierung hat häufig höhere Lebenszykluskosten als der Neubau, da die Grundsubstanz billig ist, da die Grundrisse schlecht organisiert sind und da nur auf show gebaut wurde.

Um ein Bürogebäude hinsichtlich Lebenszykluskosten zu optimieren, wird jedes Bauteil optimiert. So hat ein Teppich zum Beispiel natürlich Investitionskosten, dann aber auch Reinigungskosten und ganz wichtig eine Lebensdauer. Es ist eine Milchmädchenrechnung, dass ein um 30 % teurere Teppich mit aber doppelter Lebensdauer preiswerter ist.

Und was für den Teppich gilt, gilt dann eben auch für die Fassade, das Fenster, die Energieerzeugung, die Lüftungstechnik, die Verschattung, die Türklinke und und und. Die Optimierung der Lebenszykluskosten eines Bürogebäudes ist daher keine Aufgabe von Stunden sondern von Monaten und bei Energie sogar von Jahren. Erst wenn ein Bürogebäude wirklich über Jahre beobachtet wurde, kann behauptet werden, dass es im Lebenszyklus tatsächlich auch Geld spart.

Der Prototyp des Balanced Office Building ist zum Beispiel über 10 Jahre alt, so dass Daten aus der Praxis vorliegen.

Bernhard Frohn

"Mich begeistern nachhaltige Lösungen, die langfristig alle zu Gewinnern machen. Einseitiges Wirtschaften zum kurzfristigen Nutzen weniger wird uns auf die Füße fallen. Das ist kein politisches Statement von mir, sondern ich behaupte, dass nur mit konsequenter Nachhaltigkeit langfristig unsere sozialen und wirtschaftlichen Systeme stabil bleiben werden. Die zunehmende Instabilität unserer sozialen und wirtschaftlichen Systeme sind gerade gut zu beobachten. Kann mir jemand erklären, wie in einem der reichsten Länder der Welt, nämlich in Deutschland, die Kinderarmut steigen kann? Hier ist HANDELN angesagt, wie gesagt, zum Wohle Aller und mit dem Blick in die Zukunft!"

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